24. 09. 2018
Hochschulen Menschen & Vielfalt Industrie 4.0 Energie & Verkehr

Im August fand die dritte Auflage der „Energy Future Tour“ statt. Bei der fünftägigen Exkursion lernten elf Jugendliche und Studierende eine Vielzahl innovativer Lösungen im Energiebereich kennen.

Die Energy Future Tour der Europaregion Donau-Moldau startete im Hause der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu). eNu-Geschäftsführer Dr. Herbert Greisberger begrüßte die elf internationalen Teilnehmer aus acht Ländern: „Niederösterreich gilt international als Vorzeigeregion der Energiewende. Der Austausch mit anderen Regionen ist uns Ansporn und Motivation weiter konsequent auf Energieeinsparung und Ausbau Erneuerbare Energie zu setzen." Um die europäische Zusammenarbeit weiter zu stärken, wurde die „Energy Future Tour" bereits zum dritten Mal abgehalten. Nicht nur das Kennenlernen erneuerbarer Energielösungen stand dabei im Vordergrund, sondern auch das Vernetzen der TeilnehmerInnen, um eine Vision für eine weitgehend CO2-freie Zukunft in den Herkunftsregionen zu entwickeln.

Ein Höhepunkt der Tour war der Besuch des nie in Betrieb genommenen Atomkraftwerkes in Zwentendorf. Am 5. November 1978 entschied sich die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung gegen die Atomkraft. Die Anti-Atom Bewegung war damit geboren und feiert heuer ihr 40-jähriges Jubiläum. Dass die Energieerzeugung auch nachhaltig und klimaschonend funktioniert, erfuhren die TeilnehmerInnen bei zahlreichen Betriebsbesichtigungen. Vor allem die beiden niederösterreichischen EDM-Partnerregionen, das Most- und das Waldviertel, weisen eine hohe Dichte an Anlagen zur Erzeugung Erneuerbare Energien auf.

In Niederösterreich wurden schon vor Jahren die Weichen in Richtung Energiewende gestellt. Seit 2015 können 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Und vor knapp einem Jahr wurde vom NÖ Landtag ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Energiezukunft gesetzt. Durch eine Novelle der Bauordnung wird der Einbau von Ölkesseln im Neubau ab Jänner 2019 verboten. Gleichzeitig stehen attraktive Förderungen bereit, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu erleichtern.

Foto: Geschäftsführer Herbert Greisberger (3. v. l) begrüßte die internationalen Gäste der diesjährigen Energy Future Tour.

Bildnachweis: eNu/Hebe

www.enu.at


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