30. 01. 2020
Industrie 4.0 Hochschulen

…sagt Johannes Grindinger. Er ist seit Juli 2018 am Technologie Campus Grafenau (TH Deggendorf) für das EU geförderte Projekt Industrie 4.0 Werkstatt Bayerischer Wald zuständig. Mit seinen Studienfächern Wirtschaftsinformatik (BA) und Logistik (MA) ist er dafür genau der richtige Mann.

Was wird im Projekt Industrie 4.0 Werkstatt alles gemacht?


Im Projekt stehen die kleinen und mittleren Unternehmen im Fokus. Vor allem natürlich die aus der Region, also den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Deggendorf, Passau, aber auch überregionale Firmen. Für die Unternehmen werden Seminare und Workshops zu Industrie 4.0 - Themen wie z. B. Big Data Analytics & Predictive Maintenance angeboten und kleinere Pilotprojekte dazu abgewickelt – das alles kostenlos.


Was beinhalten die kleineren Projekte beispielsweise?


Die Pilotprojekte können inhaltlich ganz unterschiedlich ausfallen, je nach Branche und Fragestellung. Aber allgemein kann man sagen, dass unsererseits verschiedene Datenanalysen z.B. von Maschinendaten, ERP-Systemdaten u.v.m. erstellt, interpretiert und daraus Lösungsansätze erarbeitet werden. Zum Beispiel kann eine Stromdatenanalyse zeigen, durch welche Kombination von parallel laufenden Produktionsprozessen Stromspitzenlasten erreicht werden, welche ich als Unternehmen natürlich vermeiden möchte.
Durch die Datenanalyse kann man Muster erkennen, Prognosen ableiten und Prozesse optimieren. Für uns steht in den Projekten auch immer die Praxistauglichkeit im Vordergrund.


Wie kommen Sie in Kontakt mit den Firmen?


Durch die bereits abgewickelten Projekte des TC Grafenau sind viele Kontakte zu Unternehmen und ein großes Netzwerk von Firmen sämtlicher Branchen verfügbar. Daraus ergeben sich immer wieder Anfragen und Folgeprojekte. Des Weiteren sind wir öfters auf Netzwerkveranstaltungen und sprechen dort mit möglichen neue Partnern.


Welche Ziele haben Sie sich im Projekt gesetzt?


Wir wollen Unternehmen dahingehend unterstützen, dass diese nachhaltig von unserer Zusammenarbeit profitieren und ihnen Ansatzpunkte an die Hand geben, um somit zukünftige Herausforderungen meistern zu können. Uns ist auch wichtig die Prozesse weitestgehend ganzheitlich zu betrachten und entsprechend Empfehlungen zu geben. Ein schlechter Prozess bleibt ein schlechter Prozess, auch wenn er digitalisiert wird. Also ist es sinnvoll, zuerst am Prozess zu schrauben und dann die Digitalisierung anzugreifen.
https://www.th-deg.de/de/tc-grafenau/taetigkeitsfelder/data-analytics-big-data#industrie-4-0-werkstatt-bayerischer-wald


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