31. 03. 2020
Industrie 4.0 Hochschulen

Rund 220.000 Babies kommen jährlich in Bayern und Tschechien zur Welt. Zwei Drittel von ihnen werden auf natürlichem Wege geboren. Neun Prozent der spontan gebärenden Mütter erleiden dabei Geburtsverletzungen, die langfristige Auswirkungen wie etwa Inkontinenz nach sich ziehen können.

Mit dem EU-Projekt „Geburtshilfe 2.0 – Virtuelle Modelle zur Vermeidung von Geburtsverletzungen" soll die Verletzungswahrscheinlichkeit gesenkt werden.


Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Universität Pilsen, der Karls Universität Prag und der OTH Regensburg. Das interdisziplinäre Forscherteam aus Gynäkologen, Anatomen und Biomechanikern möchte mit dem Projekt die manuelle Geburtshilfe verbessern. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf einer Verbesserung der Technik zur manuellen Geburtshilfe. Mit Hilfe von anatomischen Studien werden Computermodelle des Oberarms und der Hand entwickelt. Diese virtuellen Menschmodelle werden dann zur ergonomischen und biomechanischen Optimierung der Geburtshilfe verwendet.


Neben dem direkten Einfluss auf die Geburtshilfe können aus dem Projekt weiterführende Forschungsfragen bearbeitet werden. So liefert das entstandene Handmodell die Möglichkeit für eine Vielzahl von Analysen in den verschiedensten Bereichen wie Arbeitsplatzergonomie, Sportwissenschaften oder Orthopädie/Unfallchirurgie. Hierfür wird das Modell auch gerade veröffentlicht und weltweit für Forschergruppen zur Verfügung gestellt. Ein Beispielfolgeprojekt aus Regensburg ist eine Kooperation mit der Unfallchirurgie der Universität Regensburg zum Thema Versorgung von Ellbogenfrakturen.


Die Ergebnisse des Projekts sollen zum einen zu einer Kostenreduktion im Gesundheitssystem führen, da die Folgen von Geburtsverletzungen dieses erheblich belasten. „Zum anderen sind gerade auch die den persönlichen Lebensbereich betreffenden Aspekte wichtig, wie die Vermeidung von gesundheitlichen Langzeitschäden oder etwa eine schnellere Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit", sagt Prof. Dr.-Ing. Dendorfer. Ein weiterer Vorteil aus seiner Sicht: Die entwickelten Modelle können über den Kontext des Projekts hinaus auf eine Vielzahl von ergonomischen und medizinischen Fragestellungen angewendet werden.


Aufgrund des Projektes konnten auch grenzübergreifend einige neue Kooperationen begonnen werden. So ist eine enge Verzahnung mit der Universität Pilsen entstanden, bei der bspw. Forschungsgeräte für alle Partner in weiteren Projekten nutzbar gemacht werden. Ebenso wird derzeit intensiv an Konzepten für weitere gemeinsame Studien aus dem Bereich Industriedesign und Grundlagenforschung für die Medizin gearbeitet. Auch werden regelmäßig einzelne Lehrveranstaltungen für Studierende von den jeweiligen Partnern angebunden.


Quelle: OTH Regensburg, Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit/ Fakultät Maschinenbau (Biomechanik, Technische Mechanik und Materialwissenschaften) – Ansprechpartner Prof. Dr.-Ing. Dendorfer


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